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Ein Radfahrer zum Dreißigsten

Im März postete Bernd Raith eine besonders filigran geschweißte Arbeit auf unserer Facebookseite. Wir haben ihn gebeten, ein wenig über sein Hobby zu erzählen.

Schweißen ist seine Leidenschaft

Schweißen ist seit Jahren eine große Leidenschaft von mir. Als Maschinenbautechniker bin ich in der Instandhaltung tätig und schweiße auch beruflich. Mein Schwerpunkt sind Reparaturschweißungen und Neukonstruktionen. Dabei arbeite ich sowohl mit WIG, MIG MAG als auch E-Hand, wobei WIG mein absoluter Favorit ist. Für mich entdeckt habe ich das Schweißen schon in meiner Lehre. Während der ersten Jahre im Beruf erlernte ich mehrere Techniken und Verfahren. Natürlich durfte die passende Ausrüstung dann auch zu Hause nicht fehlen! Für das MIG MAG-Schweißen legte ich mir ein erstklassiges Rehm Schweißgerät zu, für WIG und E-Hand ein EWM Gerät.

Interessant wird es für mich immer dann, wenn andere sagen, es geht nicht mehr. So war es auch bei dem Radfahrer. Ich wollte einem guten Freund ein persönliches Geschenk zu seinem 30. Geburtstag machen. Da er Hobby-Triathlet ist, bin ich auf den Radfahrer gekommen. Wichtig war mir, ein besonders fein gearbeitetes Modell zu schaffen. 

Herstellung des Radfahrers

Bei der Herstellung ging ich wie folgt vor: Ich begann mit einer kleinen Skizze des Radfahrers, bevor ich mich an den Rahmen machte. Es folgten der Lenker und anschließend die Räder. Passend zum Geburtstag habe ich das Alter in die Räder eingearbeitet. Die Figur war fast fertig. Es fehlte nur noch der Helm, der mit Abstand am schwierigsten zu schweißen war, da er aus 1,6 mm dünnen Stäben besteht. Für Hüfte, Kopf und Augen habe ich Sechskantmuttern verwendet. Jetzt galt es den Radfahrer nur noch zum Stehen zu bringen. Aber auch dafür fand ich schnell eine Lösung. Mit drei Muttern befestigte ich den Radfahrer auf einer Inoxplatte, so dass er nicht mehr wackeln konnte.

Wer nun Lust bekommen hat, eine ähnliche Figur zu schweißen, sollte ein paar Dinge beachten: Man sollte auf jeden Fall vorab an einem Testobjekt die Stromstärke testen, da so dünne Stäbe sehr schnell schmelzen. Am besten eignen sich Chrom-Nickel-Stäbe, da sie leichter als Aluminium zu schweißen sind. Zudem rosten und oxidieren sie nicht. Um die matte Optik zu erzielen, habe ich zum Abschluss die Figur glaskugel-gestrahlt.

Seine nächsten Schweißprojekte

Was als nächstes kommt? Mich bewegen vor allem Schweißprojekte, für die sehr viel Geschick benötigt wird. Im Moment habe ich allerdings noch keinen Plan für eine neue Figur, aber die nächsten Geburtstage kommen bestimmt.

Auf welche Projekte bist Du besonders stolz? Schicke uns Dein Projekt, beim dem Du Dich richtig durchgeboxt hast.
Werde zum Schweißheld!

  • Cool!
    von Timur Yönlü am 15. Februar 2016
    Das ist mal sauber geschweißt! Wie groß ist die Figur, das kann ich schlecht einschätzen...
     
 

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