Formula Student - HRT Kassel

Angefangen hat alles 2009, als an der Universität Kassel für das Herkules Racing Team die Grundlage gelegt wurde und externe Unterstützer gefunden wurden. Schon konnte es losgehen mit den ersten Planungen und im Sommer 2011 war es dann so weit: Das Herkules Racing Team feierte seine Premiere in der Formula Student. Seitdem erarbeiten wir jedes Jahr einen neuen Prototyprennwagen, der sich der internationalen Konkurrenz stellt.

Im Wettkampf mit den besten der Welt

Unser Team besteht mittlerweile pro Jahr aus insgesamt 45 Studierenden. Den Großteil des Teams machen Maschinenbau-Studenten aus, aber auch Mechatroniker, Elektrotechniker, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftswissenschaftler sind Teil des Projektes. Unser größter Unterstützer ist die Universität Kassel, die uns finanziell und räumlich unterstützt. Natürlich erhalten wir auch Hilfe von Dozenten und Mitarbeitern der Uni. Darüber hinaus finanzieren wir uns über Sponsoring und Unternehmen, die uns mit der Fertigung von Bauteilen oder wie Schweisshelden mit Fertigungsmaterialien unterstützen.
Da die Formula Student jedes Jahr aufs Neue stattfindet, stellt sich auch unser Team jedes Jahr neu zusammen. International gibt es über das ganze Jahr verteilt Wettkämpfe zwischen studentischen Racing Teams. Mit unserem Prototyprennwagen treten wir bei unterschiedlichen Events in ganz Europa an. Diese Saison messen wir uns mit Teams aus der ganzen Welt in Hockenheim, Österreich und Italien.

Material und Montage

Seit 2011 sind bislang sechs Fahrzeuge entstanden, dieses Jahr entwickeln wir unseren siebten Rennwagen. Um an den Wettbewerben teilnehmen zu dürfen, müssen wir uns dabei an einem ca. 150 Seiten langen Reglement orientieren.
Bei der Konstruktion verwenden wir hauptsächlich CAD Programme, aber auch eine FEM Simulation zur Optimierung der Bauteile haben wir durchgeführt. Um ein konkurrenzfähiges Fahrzeug zu bauen, setzen wir in der Umsetzung auf verschiedene Materialien. Für den vorderen Teil des Wagens greifen wir auf einen CFK Sandwich Aufbau zurück, für den hinteren Teil setzen wir verschiedene Stähle ein. Genauer gesagt: Stähle wie 25crMo4, E235 oder E355. Auch Aluminium und als Legierung häufig die hochfeste Variante EN AW 7075 nutzen wir.
Geschweißt werden der Rahmen und andere Teile wie der Krümmer oder der Tank. Dabei decken wir eine große Bandbreite von Materialien ab, wie Stahl, Alu und Titan. Einige Teile werden gefräst oder gedreht, andere selber von uns aus CFK hergestellt. An bestimmten Stellen fügen wir Bauteile durch Verpressen oder Kleben an. Manche Bauteile werden auch 3D gedruckt.
Das meiste machen wir mit normalen Schraubenschlüsseln, da der Großteil der Bauteile verschraubt wird. Geht es um das Herstellen der Einzelteile, greifen wir auf Hammer und Flex zurück, um anschließend die Bleche schweißen zu können. Die „einfachen“ handwerklichen Aufgaben übt jeder aus. Dann gibt es einige mit einer technischen Ausbildung, die Teile an der Drehbank herstellen.

Schnelligkeit ist nicht alles

Dabei orientiert sich das Team stets an den detaillierten Vorgaben des Reglements, in dem nicht nur die Maße, sondern auch Materialien und Sicherheitsvorkehrungen strikt vorgeschrieben sind. Wie weit das Lenkrad vom Fahrer entfernt ist, wie viel Platz die Fahrerkabine benötigt und welche Ausmaße die Tankfüllung haben darf, sind strikt geregelt. Auch die maximale Lautstärke des Fahrzeugs ist vorgegeben.
Im Wettkampf mit den anderen Racing Teams zählt am Ende die Leistung des ganzen Teams und nicht ausschließlich, wer als erster über die Ziellinie fährt. Auch die Finanz- und Marketingplanung, der Spritverbrauch und ein Bremstest fallen unter anderem ins Gewicht – Gewinner wird das Team mit dem besten Gesamtprodukt.

Eure Meinung ist gefragt

Was sagt ihr zu unserem Projekt? Habt ihr Lust mehr über die Formula Student zu erfahren oder ein Rennen mal live zu besuchen? Die nächsten Termine des Herkules Racing Teams findet ihr auf der Webseite des Rennstalls.