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Nähmaschine von Danny

Danny hat ein Deko-Element für Näh-Begeisterte geschweißt. Er erzählte uns auch, wie er zum Schweißen gekommen ist und gibt Tipps für Anfänger und Interessierte.

Danny, ist Schweißen für dich Hobby oder bist du beruflich unterwegs?

Für mich ist Schweißen lediglich ein Hobby. Aber eines, das mir unglaublich viel Spaß macht und mir eine Menge Möglichkeiten bietet. :-)

Du hast uns geschrieben, dass du gerade erst mit dem Schweißen begonnen hast. Wie bist du dazu gekommen, ein Schweißheld zu werden?

Handwerken, also im Haushalt Dinge reparieren oder irgendetwas basteln, war bei mir in der Familie schon immer sehr stark ausgeprägt. Leider beschränkte sich die Bearbeitung von Materialien dort meistens auf Holz, weil man das zuhause ja auch gut machen kann. Nach der Metallgrundbildung während meiner Ausbildung habe ich dann auch viel Spaß an Metall gefunden. Es bietet einfach noch mehr Möglichkeiten. Das Schweißen wurde mir dort aber leider nicht beigebracht.

Vor ein paar Jahren hatte ich dann die Möglichkeit, bei einem beruflichen Schweißer einen 2-Stunden-Crashkurs im WIG-Schweißen zu bekommen. Er sagte, dass meine Nähte für einen totalen Anfänger schon recht gut seien. Das war für mich ausreichend! Ich habe mir noch am gleichen Tag ein WIG-Schweißgerät bestellt :-D Hätte er gesagt, dass ich noch sehr viel üben müsste, hätte ich das Schweißen wahrscheinlich nicht weiter verfolgt.

Gibt es jemanden, der dich als Schweißer inspiriert?

Leider nicht. Ich kenne auch nicht sehr viele Schweißer. Was mich aber inspiriert, sind geschweißte Dinge. Wenn ich coole Projekte sehe, die von Leuten nicht unbedingt professionell hergestellt wurden, inspiriert mich das. Ich bin eher ein Tüftler und Bastler. Von daher regt es mich an, wenn ich sehe, wie andere improvisieren und coole Projekte umsetzten, wenn sie z.B. ein eigenes Kart in ihrer Garage zusammenschweißen.

Ein Stück Holz sägen kann jeder. Schweißen ist wesentlich komplexer. Welchen Tipp hast du für jemanden, der ganz neu in die Materie einsteigt?

Das stimmt, Holz kann jeder bearbeiten und man kann es eigentlich überall machen. Nicht nur das Schweißen, sondern auch das Material Metall ist komplexer. Die Geräte werden teurer, mächtiger und gefährlicher. Man sollte also wissen, was man tut und vor allem auf Nummer sicher gehen: Schutzkleidung!!!

Mein Tipp zum Einstieg ins Schweißen ist, dass man sich das ganze vorher gut überlegen sollte. Schweißen wird schnell zum teuren Hobby, bis man das ganze Equipment zusammen hat. Wenn man beschlossen hat, die Sache ernst zu nehmen und ihr eine Chance zu geben, sollte man sich vorher nicht nur ein paar Youtube-Videos anschauen, sondern zumindest einen Crashkurs im Schweißen machen, so wie ich. Es muss nicht gleich ein Wochenendlehrgang sein. Aber man sollte sich schon einen Lehrer suchen, der sich sehr gut damit auskennt und das am besten beruflich macht. Der kann einem dann genau erklären, worauf es beim Schweißen und beim Gerät ankommt (Vor- und Nachteile der verschiedenen Schweißverfahren, Stromstärke, Gaszufuhr, welches Gas, welcher Schweißdraht, bei MIG/MAG Materialzufuhr, bei WIG Elektrodenanschliff und so weiter). Außerdem kann er ein paar Praxistipps geben und im besten Fall die ersten Schweißschritte beim Probeschweißen begleiten. Das ist wohl das wichtigste.

Wenn das Ergebnis dann vielversprechend aussieht, kann man das Equipment UND die Schutzausrüstung bestellen und selbst üben üben üben. Allerding in einer sicheren Umgebung ohne akute Brandgefahr, bitte :-)

Danny, kannst du kurz beschreiben, was wir auf dem Bild sehen? Mit welcher Schweißtechnik und welchem Material hast du gearbeitet?

Das ist ein Deko-Element für Näh-Begeisterte, das man an die Tür oder die Wand hängen kann. Es soll die Silhouette einer Nähmaschine darstellen. Die erste Idee dazu kam mir auf einer Handwerksmesse, dort habe ich ein solches Deko-Element gesehen. Meine Freundin näht sehr gerne, deshalb wollte ich ihr so etwas selber machen :-)

Die Form und Größe habe ich zuerst auf einem Blatt Papier aufgezeichnet. Damit es solide aussieht, habe ich einen einfachen Rundstahl mit 6mm Durchmesser verwendet. Dann habe ich geschaut, wo man die Form am besten teilen kann und dementsprechend die Stücke zugeschnitten. Einige Teile habe ich mit dem Gasbrenner erhitzt und zurechtgebogen. Anschließend habe ich die fertigen Teile nach und nach aneinander gelegt und mit dem WIG-Schweißverfahren verschweißt. Zuletzt habe ich die Übergänge etwas abgeschliffen und das gesamte Element lackiert. Meine Freundin hat dann noch einen kleinen "Stoffbanner" mit Nähmotiven angenäht. Das fertige Stück seht ihr auf dem Bild :-)

 

Was ist dein Traumprojekt als Schweißer? Was würdest du gern mal richtig verschweißen?

Ich stelle gerne praktische Dinge her, die auch einen wirklichen Nutzen haben. Mein Traum- und Spaßprojekt ist definitiv ein Kart. Ich würde liebend gerne ein Kart zusammenschweißen. Simpel und cool, ähnlich wie auf dem Bild oben. Und dann würde ich damit gerne in der Gegend herumfahren. Ich habe viele Videos von Amerikanern gesehen, die das machen. Aber hier in Deutschland ist das in der Stadt leider verboten, deshalb wird es wohl nur ein Traumprojekt bleiben.

Ein anderes Projekt sind Fitnessgeräte. Wenn man die sieht, merkt man eigentlich schnell, dass sie ziemlich simpel aufgebaut sind. Oft sind es nur rechtwinklig zusammengeschweißte Vierkantrohre mit etwas Verstärkung, aber trotzdem recht teuer. Solche einfachen Dinge, wie z.B. einen Dip- oder Klimmzugständer, kann man auch leicht selbst herstellen und das auch noch wesentlich günstiger! Ich würde gerne für meine Freunde solche Geräte zusammenbauen. Individuell sollten sie sein, so dass sie für Mensch und Wohnung perfekt geeignet sind. Mein Traumprojekt in diesem Bereich ist ein Training-Rig, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Da ich noch nicht so gut im Schweißen bin, wäre das ein Projekt, an dem ich sehr viel üben könnte :-)

Auf welche Projekte bist Du besonders stolz? Schicke uns Dein Projekt, beim dem Du Dich richtig durchgeboxt hast.
Werde zum Schweißheld!

 

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