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Tonis Feuerkorb

Vor kurzem hat uns Toni Zimmerer per Mail von seinem ersten Schweißprojekt im WIG-Bereich berichtet. Ein echtes Heldenprojekt! Da er mit dem Feuerkorb aus dem Einzelhandel nicht zufrieden war, griff er kurzerhand selbst zum Schweißgerät. Wir haben ihn gebeten, uns von seinem Projekt zu erzählen.

Lagerfeueratmosphäre für Zuhause

Im Spätsommer 2015 habe ich im Internet einen gewöhnlichen Feuerkorb bestellt, um auf dem Balkon etwas Lagerfeueratmosphäre zu verbreiten. Der Feuerkorb war aus Stahlblech gefertigt und mit hitzefestem Lack lackiert. Nun ja, meine Frau und ich haben ihn ein wenig „missbraucht“, indem wir Würstchen und anderes Grillzeug wie am Lagerfeuer geröstet haben. Dem heruntertropfenden Fett war der Korb leider nicht gewachsen und ist ziemlich schnell durchgerostet.

Also habe ich mich an den Bau eines möglichst identischen Feuerkorbs aus Edelstahlblech  (1.4301) gemacht. Wegen des verhältnismäßig dünnen Materials (1,5 mm) habe ich mich auf das WIG-Schweißen eingelassen. Damals war ich noch absoluter Anfänger. Inzwischen habe ich mir aber durch viel Übung gewisse Fertigkeiten antrainiert. Dabei kamen mir meine Erfahrungen als Elektronik-Ingenieur zugute, die ich im Bereich der Qualitätssicherung eines großen Automobilherstellers gesammelt habe.

In wenigen Schritten zum eigenen Feuerkorb

Den Edelstahl Schweißdraht habe ich hier auf schweisshelden.de gekauft. Auch die Edelstahlbleche gibt es online. Einfach nach „Online Metallmarkt“ suchen, schon findet man eine große Auswahl – auch für weitere Heldenprojekte. Wer den Support nett fragt, bekommt einzelne Teile auch gleich auf das richtige Maß zugeschnitten. So habe ich es bei meinen Teilen gemacht.

Als dann alles bei mir zuhause ankam, habe ich gleich angefangen. Zuerst habe ich den oberen Ring gebogen (Rollenbiegemaschine von RC) und die Enden mit meinem WIG Schweißgerät verschweißt. Dann kamen die „Spanten“ dran, die ich ebenfalls mit der Rollenbiegemaschine gebogen habe. Anschließend habe ich das Bodenblech, ebenfalls aus Edelstahl, rund gedreht und den Rand gebogen. Auch hier kam natürlich wieder die Rollenbiegemaschine zum Einsatz. Zuletzt habe ich mich an die drei Füße des Feuerkorbs gemacht. Nun musste ich die Spanten mit dem oberen Ring und dem Rand des Bodens verschweißen. Dann habe ich noch zwei Löcher für die Füße gebohrt, das ganze zusammengeschraubt. Fertig!

Gemütliche Stimmung am Feuerkorb

Für einen Anfänger ist der Feuerkorb, finde ich, relativ gut gelungen. Auf unserem Balkon herrscht auf jeden Fall wieder häufiger eine gemütliche Stimmung am Feuer. Selbstgemacht ist doch immer noch am besten! Auf den Fotos bekommt man einen guten Eindruck. Allerdings ist der Feuerkorb mittlerweile nicht mehr ganz „jungfräulich“. Soll heißen: Durch häufigen Gebrauch hat er etwas „Ruß-Patina“ abbekommen, aber ansonsten funktioniert er einwandfrei – auch beim Rösten!

Urheberrechtlicher Hinweis: Bei diesem Werkstück handelt es sich um einen inspirierten Nachbau, der nur zu privaten Zwecken verwendet wird.

Auf welche Projekte bist Du besonders stolz? Schicke uns Dein Projekt, beim dem Du Dich richtig durchgeboxt hast.
Werde zum Schweißheld!

 

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