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Glossar

Abbrand, Zubrand

Als Abbrand bezeichnet man den Verlust von Legierungselementen durch den Schweissprozess; als Zubrand eine Konzentrationserhöhung.

Abrasivmittel

Ein Mittel, das abtragend wirkt, z.B. Schleifmittel oder Zusätze zum Wasserstrahlschneiden.

Abschmelzleistung

Abgeschmolzenes Schweißgut in kg/h.

Adsorbtion

Bindung von Gasen, Dämpfen oder gelösten Substanzen an der Oberfläche eines festen Körpers.

Anlauffarben

Die sichtbaren sehr dünnen Oxidschichten an der Oberfläche von Metallen, die unterschiedlichen Farben deuten auf verschiedene Schichtdicken.

Anode

Positiv gepolte Elektrode, Gegensatz Kathode, sie ist negativ gepolt.

Antimon

Antimon ist ein chemisches Element mit dem Kurzzeichen Sb und zählt zu den Metallen. Es wird u.a. für die Herstellung von Halbleitern in der Elektronik verwendet.

Arbeitsgas

Das Arbeitsgas wird beim Laserschweißen oder Laserschneiden zugeführt, um den Bearbeitungsprozess zu beeinflussen. Es handelt sich um Helium, Stickstoff oder Kohlendioxid.

Argon (Ar)

Farb- und geruchloses Edelgas, das völlig inert ist, d. h. mit anderen Stoffen nicht chemisch reagiert.

Atom

Ein Atom ist das kleinste Teilchen eines chemischen Elements, das aus Protonen und Neutronen im Atomkern und aus Elektronen in der Atomhülle besteht. Man kann es sich idealisiert als eine Kugel vorstellen.

Atomgewicht

Masse eines Atoms.

Auskreuzen

Beseitigen von Schweissfehlern, Poren oder sonstigen Fehlern, Vorbereitung zum Reparaturschweißen.

Austenit, austenitisches Gefüge

Gefügebestandteil in Eisenlegierungen, kubisch-flächenzentriert, oft auch als gamma-Eisen bezeichnet, ist bei Raumtemperatur nur in Legierungen mit Nickel, Mangan, Stickstoff stabil.

Austenitische Stähle

Umwandlungsfreier Cr-Ni-Stahl, z.B. 1.4301 (X5CrNi 18-10).

Axiale Strömung

Strömung in Richtung der Längsachse eines Rohres.

Badvorlauf

Ausfließen oder Vorausfließen eines sehr dünnflüssigen Schweißschmelzbades.

Beizen

Bearbeiten von Metalloberflächen mit geeigneten Beizmitteln, z.B. Säuren, um eine bestimmte Oberfläche zu erzielen.

Beruhigter Stahl

Bei der Erstarrung einer Stahlschmelze wird der gelöste Sauerstoff frei und verbindet sich mit Kohlenstoff unter Volumenverdoppelung zu Kohlenmonoxid. Beim Herstellungsprozess werden der Stahlschmelze daher sauerstoffabbindende Elemente wie Aluminium, Mangan oder Silicium zulegiert.

Beschichtungen

Zusätzlicher Schutz der Oberfläche, z.B. durch Farbe oder Kunststoffbeschichtungen.

Betonkern

Beton mit ursprünglichen Eigenschaften.

Bördelnaht

Eine Bördelnaht wird auf den Schnittkanten zweier um 90° gebogenen und mit den Blechseiten anstoßenden Blechen geschweißt.

Carbid

Chemische Verbindung eines Elements mit Kohlenstoff, wie z.B. Eisencarbid Fe3C.

Chemische Analyse

Die chemische Zusammensetzung eines Stoffes, die einzelnen Bestandteile, z.B. die Legierungselemente in einer Stahlsorte.

Chromoxid

Die chemische Verbindung von Chrom und Sauerstoff.

CO2-Laser

Gaslaser, Strahlerzeugung aus Gasgemisch (CO2, He, N2), Leistungen bis 20 KW.

Dampfkapillare

Beim Laserschweißen bildet sich nach Erreichen der Verdampfungstemperatur ein Schmelzbad mit tiefer und sehr enger Geometrie aus, in dem sich Metalldampf befindet.

Dehngrenze

Bei Metallen ist die Dehngrenze durch erste bleibende Verformungen im Falle von mechanischen Belastungen gekennzeichnet. Man ermittelt sie im Zugversuch. Unterhalb der Dehngrenze gehen Dehnungen wieder zurück.

Desoxidation

Abbindung von Sauerstoff in Metallschmelzen, um bei der Erstarrung Ausgasungen zu vermeiden. Die entstehenden Oxide werden von der oben schwimmenden Schlack aufgenommen.

Desoxidationsmittel

Sie dienen zur Desoxidation und gehen leicht Verbindungen mit Sauerstoff ein. Desoxidationsmittel sind bei der Stahlherstellung vor allem Silicium, Mangan, Aluminium und Titan.

Diffusion

Wanderung von Teilchen (Atomen, Molekülen) durch Wärmebewegung, kann auch in festen Körpern wie Metallen stattfinden.

Diodenlaser

Diodenlaser gehören zu den sog. Halbleiterlasern, in denen Halbleiter die Laserstrahlung aussenden.

Dissoziation

Auflösung, Trennung, Zerfall einer chemischen Verbindung oder eines Moleküls.

Dissoziationsenergie

Aufzuwendende Energie, um eine chemische Verbindung zu trennen oder ein Molekül aufzuspalten; oft in Form von Wärmeenergie.

Drossel

Ein elektrisches Bauteil in Form einer Spule - häufig auch Drosselspule genannt. Die Drossel glättet wellige Stromverläufe.

Duplexstruktur

Aus zwei unterschiedlich aufgebauten Schichten bestehend.

Dynamisches Gleichgewicht

Ein Zustand, bei dem ständig Teilchen zugeführt und abgeführt werden, so dass scheinbar ein Stillstand besteht.

Einfachtaster

Ein einfacher Schalter zum Ein- und Ausschalten.

Einzelschuss (bei Blechen)

Bei der schweißtechnischen Herstellung großer Behälter und Tanks werden vorgebogene Bleche miteinander verbunden
diese Bleche nennt man Schuss oder Einzelschuss.

Eisenoxidation

Die Bildung der chemischen Verbindung von Eisen und Sauerstoff; es gibt mehrere Eisenoxide (Fe2O3, Fe3O4, FeO).

Elastisches Werkstoffverhalten

Im elastischen Bereich verhalten sich Werkstoffe wie eine Feder, sie verformen sich und gehen nach Entlastung wieder in die Ursprungsform zurück. Die Verformung kann eine Dehnung, Stauchung, Biergung oder Verdrehung sein. Bei Überschreibung kommt man in den plastischen Bereich.

Elastizitätsmodul

Der Elastizitätsmodul ist eine Messgröße, die bei Werkstoffen den Zusammenhang von einwirkender Spannung und den resultierenden Verformungen beschreibt. Unter Spannung wird Kraft pro Fläche verstanden.

ELC-Stahl, ELC-Güten

So werden Stähle bezeichnet, die durch spezielle Herstellungsverfahren extrem wenig Kohlenstoff enthalten. ELC ist die englische Abkürzung für Extra Low Carbon, d. h. extrem wenig Kohlenstoff. Dies führt zu verbesserter Korrosionsbeständigkeit.

Elektrode

Eine Elektrode ist ein Metall- oder Graphitkörper zum Zu- oder Ableiten von elektrischem Strom. Zu einer Elektroden gibt es immer auch eine Gegenelektrode, auch Anode oder Kathode genannt. Beim Schweißen werden Elektroden als Materiallieferant benutzt und schmelzen dabei beim Gebrauch ab.

Eloxieren, Eloxalschicht

Eloxieren nennt man eine elektrolytische Oxidation von Aluminium zur Erzeugung von oxidischen Schutzschichten. Diese zeichnen sich durch hohe Härte, Verschleißfestigkeit und hohe Hitzebeständigkeit aus.

Erodieren

Verfahren, bei dem Material durch Funken abgetragen wird.

Exotherme Reaktion

Eine chemische Reaktion, bei der eine Temperaturerhöhung eintritt und somit Wärme freigesetzt wird, bezeichnet man als exotherm, d.h. wärmefreisetzend.

Expansion

Ausdehnung, Ausweitung, Volumenvergrößerung.

Ferrit

Gefügebestandteil in Eisenlegierungen, besteht aus fast reinem Eisen und ist kubisch-raumzentriert, oft auch als alpha-Eisen bezeichnet.

Festkörper-Laser

Strahlererzeugung aus einem Kristall (Neodym-Ytrium Aluminium Granat = Nd- YAG); Anregung durch Licht z.B. aus einer Blitzlampe.

Flussmittel

Flussmittel sind nicht metallische Stoffe, die auf Lötstellen vorhandene Oberflächenfilme beseitigen und ihre Neubildung verhindern sollen. Dadurch kann das Lot die Lötfläche benetzen.

Flussmittel

Zusatz zum Auflösgen der Oxidschicht.

Focus

Kleinster Strahldurchmesser (nach Focusieroptik).

Fokus

Unter Fokus versteht man den optischen Brennpunkt; das ist der Punkt, wo ein Lichtstrahl durch Linsen oder Spiegel zusammengebündelt ist.

Fokussieren

Lichtstrahlen im optischen Brennpunkt bündeln.

Formieren

Schutz der Rückseite der Wurzelnaht.

Formiergas

N2/H2-Gemisch zum Innenschutz der Rohre während des Lötens.

Fotosynthese

Prozess, bei dem durch Lichteinwirkung Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenstoff umgewandelt wird. Dieser Prozess spielt sich im Pflanzengrün ab.

Fußsteller

Schalter, der mit dem Fuß betätigt werden kann.

Flussmittel

Flussmittel sind nicht metallische Stoffe, die auf Lötstellen vorhandene Oberflächenfilme beseitigen und ihre Neubildung verhindern sollen. Dadurch kann das Lot die Lötfläche benetzen.

Gasempfindliche Werkstoffe

Werkstoffe, die auch im festen Zustand Gase aufnehmen (z.B. Titan nimmt bereits bei 300°C Gase auf).

Gasmischender Brenner

Das Brenngas-Sauerstoffgemisch wird nicht durch Injektoren, sonder in den Düsen selbst hergestellt.

Gasspülung

Spülen mit einem Gas oder Gasgemisch, um eine Schutzatmosphäre herzustellen.

Gasstrahl im Plasmazustand

Plasma ist ein Gas, das ganz oder teilweise ionisiert ist à elektrisch leitend. Das Gas wird z.B. durch Erhitzen, radioaktive Strahlung oder Elektronenbeschuß ionisiert.

Gleichrichter

Ein elektrisches Bauteil, das einen Wechselstrom in einen Gleichstrom umwandelt.

Grenzfläche

Eine Grenzfläche trennt in einem Werkstoff unterschiedliche Phasen oder Legierungen, Schweißnaht gegen Grundwerkstoff oder auch die einzelnen Kristalle voneinander; im letzten Fall spricht man auch von Korngrenzen. Physikalisch gesehen sind die Grenzfläche Auslöser von Grenzflächenspannungen, die z.B. der Oberflächenspannung entgegenwirken.

Gurt

Als Gurt werden im Stahlbau die senkrecht zum Steeg liegenden Teile eines Stahlträgers bezeichnet.

Güteklasse

Nach DIN EN ISO 9013 verabredete Schnittqualität.

Haftzugfestigkeit

Die Haftzugfestigkeit ist ein Kennwert für die Haftung von Schichten auf Oberflächen und wird mit Hilfe der Haftzugprüfung ermittelt, indem unter definierten Bedingungen ein auf der Beschichtung aufgeklebter Stempel mit einer Zugprüfmaschine senkrecht zur Oberfläche gleichmässig langsam bis zum Abriss abgezogen wird.

Hafnium

Glänzendes, seltenes Metall mit dem chemischen Symbol Hf. Hafnium bildet in Verbindung mit Sauerstoff schwer schmelzende, elektrisch leitende Oxide und kann daher als Elektroden-Werkstoff unter oxidierenden Atmosphären verwendet werden.

Halbberuhigter Stahl

Stahl, der beim Herstellungsprozess mit sauerstoffabbindenden Elementen wie Mangan oder Silicium legiert wurde, um die Ausgasung von Sauerstoff und Kohlenmonoxid zu verringern.

Halbwertszeit

Die Zeit, in der bei einer Zerfallsreaktion (z.B. radioaktives Element) durchschnittlich die Hälfte einer beliebigen Anfangszahl von Elementen zerfallen ist. Sie ist für jede Atomart eine charakteristische Konstante.

Hartlöten

Löten bei Temperaturen größer 450°C.

Hitzebeständigkeit

Beständigkeit der Oberfläche gegen hohe Temperaturen.

Hobeln mit Kohleelektrode

Zwischen der Kohleelektrode und dem Werkstück brennt ein Lichtbogen und schmilzt das Material. Die Schmelze wird mittels Druckluft aus der Fuge entfernt.

Hobelsauerstoff

Sauerstoffzufuhr zum Fugenhobeln, wird nach Erwärmen auf Schmelztemperatur wie beim Brennschneiden separat zugeschaltet.

Impulslichtbogen

Gesteuerter Werkstoffübergang.

Inertes Reaktionsverhalten

Stoffe, die keine chemischen Reaktionen mit anderen Stoffen eingehen, nennt man inert, d.h. teilnahmslos. Hierzu zählen die Edelgase, z. B. Argon oder Helium.

Inertgas

Ein Gas, das bei normalen Temperaturen und Drücken nicht mit anderen Stoffen reagiert.

Injektorbrenner

Eine spezielle Bauform von Autogenbrennern
beim Injektorbrenner- auch als Niederdruckbrenner bezeichnet – wird durch den Sauerstoff im Injektor ein Unterdruck in der Brenngaszuführung erzeugt.

Interferenzen

In der Physik optische Überlagerungserscheinung, wenn mehrere Lichtwellen ein Raumgebiet durchlaufen; auch sichtbar als Farbenspiel bei Ölfilmen auf Wasser.

Interkristalline Korrosion

Eine spezielle Form der Korrosion von hochlegierten Stählen, die bei falscher Wärmebehandlung auftreten kann und zur lokalen Chrom-Verarmung führt.

Inverterstromquelle

In einer Inverterstromquelle wird der elektrische Strom zuerst in einen Strom mit hoher Frequenz umgewandelt, der dann über einen sehr kleinen Transformator in den Schweißstrom umgespannt wird. Dadruch lassen sich kompakte und leichte Schweißstromquellen bauen.

Ionen

Elektrisch positiv oder negativ geladene Atome oder Moleküle.

Ionisation

Übergang von Atomen oder Molekülen in den elektrisch geladenen Zustand.

Ionisierbarkeit

Mass für die Neigung eines Atoms oder Moleküls, in den elektrisch geladenen Zustand (Ion) zu gehen.

Kalotte

Raum oder Gestalt mit glockenförmigem Aussehen.

Kaltrichten

Richten ohne Wärmeeinbringung z.B. Wärmen, mechanisches Verformen durch Pressen.

Kaltverfestigung

Verfestigung von Metallen durch eine Kaltformgebung, z.B.
Pressen, Stauchen, Ziehen oder Walzen, ohne Erwärmung des Metalls und unterhalb der Rekristallisationstemperatur.

Kaltvergaseranlage

In einer Kaltvergaseranlage werden tiefkalt verflüssigte Gase wieder in die gasförmige Phase umgewandelt. Die dazu notwendige Verdampfungswärme wird dabei der Umgebungsluft entzogen; eine zusätzliche Beheizung ist nur in Ausnahmefällen nötig.

Katalysator

Ein Stoff, der die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen reguliert, ohne sich selbst dabei zu verändern.

Kernlanze

Die Kernlanze dient zum Schneiden und Bohren von Beton und Steinen durch Schmelzen bei Temperaturen von ca. 2500 – 3000°C.

Kinetische Energie

Bewegungsenergie
Energie, die in bewegten Körpern oder Teilchen steckt. Die kinetische Energie wird durch die Masse und Geschwindigkeit des bewegten Körpers festgelegt.

Klöpperboden

Bei zylindrischen Behältern (Tanks) genormte Bodenform mit bestimmtem Verhältnis von Kalotten- zu Krempenradius.

Kohärenz

Begriff aus der Physik des Lichts
Kohärent heißen zwei Lichtbündel, wenn mit ihnen Interferenz erzeugt werden kann, wobei Interferenz die Überlagerung von zwei oder mehr Wellen bedeutet.

Kohlendioxid

CO2hat einen leicht säuerlichen Geruch. Es löst sich leicht in Wasser und hemmt dabei das Wachstum zahlreicher Mikroorganismen. Luft enthält ungefähr 0.03 % Kohlendioxid.

Kohlenstoffäquivalent

Bei niedriglegierten Stählen gibt das Kohlenstoffäquivalent die der Wirkung des Kohlenstoffs ebenbürtige Menge an Legierungsbestandteilen an. Dies betrifft vor allem die Elemente Mangan, Chrom, Molybdän, Vanadium, Nickel und Kupfer bezüglich der Aufhärtungsneigung.

Kolkung

Vertiefung, Auswaschung.

Kontakt-Thermometer

Temperatur-Messgerät, das die Temperatur an der Werkstückoberfläche misst.

Konvektion

Gerichtete Gasströmung oder Transport von Energie oder elektrischen Ladungen durch bewegte kleinste Teilchen.

Korngrenzen

Metalle bestehen aus vielen winzig kleinen Kristallen, die durch Grenzflächen voneinander getrennt sind
diese Flächen werden Korngrenzen genannt, die Kristalle werden oft auch als Körner bezeichnet. An Korngrenzen lagern sich häufig Verunreinigungen und Ausscheidungen an, sie sind daher bevorzugte Korrosions-Angriffsstellen.

Korrosion

Abtrag der Oberfläche durch elektronische Vorgänge.

Korrosionsbeständigkeit

Beständigkeit der Oberfläche gegen Korrosion.

Kraterfüllwirkung

Eigenschaft, einen Schmelzkrater eines Schweißbades schnell aufzufüllen.

Kristallit

Die im mikroskopischen Gefüge sichtbaren, durch Korngrenzen umschlossenen, Gefügegebiete; oft auch als Körner bezeichnet.

Kurzlichbogen

Lichtbogenart mit geringem Wärmeeinbringen.

Ladungsträger

Träger der elektrischen Ladung
z.B. Elektronen oder Ionen.

Laminare Strömung

Strömung, bei der sich Gase oder Flüssigkeiten ohne Wirbelbildung fortbewegen, das Gegenteil ist eine turbulente Strömung.

Laser

Laser ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „Light amplification by stimulated emission of radiation“ und bedeutet „Lichtverstärkung durch aufgezwungene Strahlungsaussendung“. Laser sind Quellen sehr intensiver und eng gebündelter Strahlung.

Laseraktives Medium

Das laseraktive Medium ist die Materie, in dem die Laserstrahlung erzeugt wird, z.B. ein Gas oder Festkörper. Daher spricht man auch von Gaslasern oder Festkörperlasern.

Laserstrahl

Gebündeltes Licht (D = 0,2 mm im Focus), hohe Leistungsdichte (107 Watt/cm²).

Lichtbogen-Brennfleck

Die Stelle, an der der Lichtbogen das Material aufschmilzt.

Lichtleitfasern

Sie werden verwendet, um Licht von einem Bereich zu einem anderen zu leiten und bestehen aus einem Bündel von Glasfasern.

Lindoflamm® Anlage

Vorrichtung und Steuerung zum mechanisierten Wärmen.

Lochfrasspotential

Die elektrische Spannung, bei der die Oberflächenauflösung eines Metalls beginnt, d.h. die Oberfläche ihre Passivität verliert.

MAGC-Verfahren

Metall-Aktivgas-Schweißen mit CO2.

MAGM-Verfahren

Metall-Aktivgas-Schweißen mit Mischgasen.

MAG-Schweißen

Metall-Aktivgas-Schweißen.

Membran

Eine Membran besteht aus zahlreichen Schichten einer sehr dünnen Polymerfolie, die zu Fasern gebündelt wird. Sie wird zur Erzeugung von Stickstoff in On-Site-Anlagen eingesetzt, wobei man sich die unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu Nutze macht, mit der verschiedene Gasmoleküle durch die Polymermaterialien treten.

MIG-Schweißen

Metall-Inertgas-Schweißen.

Mikrozerspanung

Prozess, bei dem Material in äußerst feinen Spänen abgetragen wird.

Molekül

Kleinste aus zwei oder mehr Atomen bestehende Einheit einer chemischen Verbindung, auch mehrere gleiche Atome.

Molybdän (Mo)

Metallisches Element, in Stahllegierungen verbessert es die Beständigkeit gegen Loch- und Spaltkorrosion.

Myoglobin

Das wichtigste Pigment in Frischfleisch. Die Form, die es annimmt, ist von grösster Bedeutung für die Bestimmung der Fleischfarbe.

Neodym

Chemisches Element mit der Bezeichnung Nd. Neodym zählt zu den Metallen der seltenen Erden und wird zur Herstellung von Kristallen für Festkörper-Laser gebraucht.

Neutrale Flamme

Eine Autogenflamme, die weder oxidierend noch reduzierend wirkt.

Nickel (Ni)

Metallisches Element, in Stahllegierungen stabilisiert es das austenitische Gefüge.

Nitrid

Chemische Verbindung eines Elements mit Stickstoff.

Orbitalschweißen

Feststehendes Rohr – WIG-Brenner läuft an der Schweißstelle herum.

Orbitalschweisssen

Das kreisförmige Schweissen um ein Rohr herum, um zwei Rohrstücke miteinander zu verbinden.

Oszillation

Schwingung, schwingende Bewegung von Teilchen.

Oxid

Verbindung eines chemischen Elements mit Sauerstoff.

Oxidation

Aufnahme von Sauerstoff, Verbindung mit Sauerstoff.

Oxidhaut

Sehr dünne Schicht, die aus einem Oxid besteht, d.h. einer Sauerstoffverbindung.

Oxidierende Flamme

Eine Autogenflamme, die oxidierend wirkt – also Sauerstoffverbindungen fördernd – und somit die Oxidbildung unterstützt.

Oxidierende Flamme

Flamme mit Sauerstoffüberschuss.

Passivschicht

Bei rostfreien Stählen beruht die Korrosionsbeständigkeit auf einer sehr dünnen Schicht auf der Metalloberfläche, die aus dem Chromoxid besteht und die darunter liegende Metallschicht vor einem Korrosionsangriff schützt. Diese dünne Oxidschicht wird Passivschicht genannt.

Pendelraupe

Eine Pendelraupe entsteht durch Pendeln des Schweißlichtbogens quer zur Schweißrichtung.

Photonen

Licht kann man physikalisch als elektromagnetische Welle oder als Teilchenstrahlung auffassen. Die Teilchen des Lichts nennt man Photonen.

Pincheffekt

Bei hohen Lichtbogenströmen wirkt das entstehende Magnetfeld komprimierend, d.h. einschnürend, auf das Plasma, wodurch sich die Temperatur des Plasmas weiter erhöht. Diesen Vorgang nennt man Pincheffekt.

Plasma, Plasmasäule

Das Plasma besteht aus positiv oder negativ geladenen Teilchen sowie aus neutralen Atomen und Molekülen. Es kann elektrischen Strom leiten. Der Lichtbogen beim Schweißen ist ein Plasma oder eine Plasmasäule.

Plasma

Ionisierter Metalldampf.

Plastisches Werkstoffverhalten

Werden Werkstoffe, vor allem Metalle, über die Dehngrenze hinaus belastet, zum Beispiel durch Zug oder Druck, so entstehen bleibende Verformungen. Bei höheren Temperaturen sinken die dazu notwendigen Kräfte. Man nutzt dies unter anderem zum Schmieden von Stahl aus.

Polarisation

Licht ist eine elektromagnetische Welle, die aus einem magnetischen und einem elektrischen Feld besteht. Beide Wellen breiten sich in der gleichen Richtung aus
die Orientierung des elektrischen Feldes wird als Polarisationsrichtung bezeichnet.

Ppm (Parts per million)

Mass für sehr kleine Teilmengen, ein Teil auf eine Million Teilchen.

Primerung

Bei unlegierten Stahlblechen wird manchmal eine einfache Rostschutzfarbe aufgetragen, die als Primer bezeichnet wird. Der Vorgang der Farbauftragung heißt Primerung. Es ist ratsam, diese Rostschutzfarbe vor dem Schweißen zu entfernen.

PSA (PressureSwingAdsorption)

d.h. Druckwechsel-Adsorption. Diese Technik wird zur Erzeugung von Stickstoff in On-Site-Anlagen eingesetzt. Sie basiert auf der Fähigkeit der Aktivkohle, unter bestimmten Bedingungen Sauerstoff aus der Luft festzuhalten, während Stickstoff hindurchströmen kann.

Pulsation

Regelmäßige, oft wellenförmige Druckunterschiede in Leitungen.

Radiale Strömung

Strömung in Richtung des Rohrumfangs.

Rautiefe

Oberflächen von Werkstoffen sind nicht ganz glatt, sondern lassen bei vergrößerter Betrachtung eine Rauigkeit erkennen. Mit geeigneten Mitteln lassen sich die Vertiefungen und Erhebungen ausmessen. Die Rautiefe gibt den Höhenunterschied zwischen Erhebungen und Vertiefungen an; meist als gemittelten Wert, den man als gemittelte Rautiefe bezeichnet.

Reduzierende Wirkung

Eigenschaft, ein Oxid in einen sauerstoffärmeren oder -freien Zustand zu führen, beispielsweise die Bildung eines Metalls aus einem Metalloxid.

Reflexionsvermögen

Die Fähigkeit, Strahlen, z.B. Licht, zurückzustrahlen, z.B. bei einem Spiegel. Wenn die gesamte Strahlung reflektiert (zurückgeworfen) wird, dann beträgt das Reflexionsvermögen 100%.

Rekombination

Ein Teil des Gases verwandelt sich in seinen Ursprungszustand.

Rekombination

Rekombination ist das Zusammenfügen zuvor getrennter Teile. In der Chemie versteht man darunter die neuerliche Verbindung von Atomen oder Molekülen zu einer Substanz, die zuvor getrennt wurde### . Beispiel
Zerfall von Kohlendioxid in Kohlenstoff, Kohlenmonoxid und Sauerstoff und anschliessende Rückbildung zu Kohlendioxid.

Rekombinationswärme

Wärme, die bei einer Rekombination frei wird, siehe Rekombination.

Rekristallisation

Bei Metallen werden die Kristalle bei einer Kaltumformung verzerrt und gestreckt. Das Erwärmen oberhalb der Rekristallisationstemperatur macht diesen Effekt rückgängig und die Körner nehmen wieder eine unverzerrte Form an. Diesen Vorgang nennt man Rekristallisation.

Reproduzierung, reproduzierbar

Ein Vorgang, der sich zu einem späteren Zeitpunkt exakt mit gleichen Ergebnissen wiederholen lässt, ist reproduzierbar. Reproduzierbarkeit ist ein wichtiger Bestandteil in der Qualitätssicherung.

Resonator

In einem Laser ein Spiegelsystem zur Verstärkung der erzeugten Laserstrahlung.

Restsauerstoff

Verbleibende kleine Mengen von Sauerstoff z. B. durch Feuchtigkeit.

Sauerstoff

O2 ist ein sehr reaktionsfreudiges Gas mit geringer Wasserlöslichkeit. Luft enthält ca. 21 % Sauerstoff.

Schlacke

Als Schlacke bezeichnet man beim Aufschmelzprozess entstandene Gemische von Oxiden, also Sauerstoffverbindungen. Oft sind auch Sulfide (Schwefelverbindungen) enthalten.

Schrumpfen

Verkürzen der zu langen Zonen.

Schutzgas

Das Schutzgas schirmt bei Schweissprozessen die Schmelze vor der Atmosphäre ab und verhindert so Reaktionen mit Sauerstoff oder Stickstoff aus der Luft. Beim WIG-Schweissen schützt es ausserdem noch die Elektrode.

Schweißeigenspannungen

Durch Schweißprozesse können im Material Druck- oder Zugspannungen entstehen, die nicht abgebaut werden. Sie können zu Materialverzug führen.

Sintermetall

Ein Metall, dass schwammartig (porös) und somit gasdurchlässig ist.

Sinuskurve

Eine regelmäßige, wellenförmige Kurve.

Spaltkorrosion

Korrosionserscheinung, die auftritt, wenn in Spalten kein Stoffaustausch stattfinden kann.

Spaltüberbrückbarkeit

Das Vermögen eines Schweißprozesses, eine Naht über einen Spalt zu legen und diesen aufzufüllen, ohne dass das Material aus der Fuge herausfällt.

Sprühlichtbogen

Lichtbogenart mit hohem Wärmeeinbringen.

Stabelektrode

Stabelektroden werden zum Lichtbogenhandschweissen eingesetzt und bestehen aus einem Kernstab und einer Umhüllung, welche den Lichtbogen stabilisiert, einen Schutzgasmantel erzeugt, eine Schlacke bildet und das Schweissgut auflegiert. Eisenpulver in der Umhüllung erhöht das Ausbringen einer Elektrode.

Stauchung

Wird die Dehngrenze bei einem Material beim Zusammendrücken oder Pressen überschritten, so kommt es zu einer Stauchung des Materials. Das Gegenteil ist die Dehnung.

Stickstoff

N2 ist ein Gas, das in der Luft vorkommt und die Verbrennung erstickt, es reagiert bei normalen Temperaturen nicht.

Stöchiometrie, Stöchiometrisches Verhältnis

Lehre von der mengenmäßigen Zusammensetzung von chemischen Verbindungen und Mengenverhältnissen bei chemischen Reaktionen wird Stöchiometrie genannt. Reagieren Stoffmengen im stöchiometrischen Verhältnis miteinander, so ergibt sich eine komplette Stoffumsetzung, andernfalls bleibt Material ohne Reaktionspartner übrig.

Stoffschlüssiges Fügen

Das Verbinden von Bauteilen durch Schweißen, Löten, Kleben u.a. erlaubt die Übertragung von Kräften unmittelbar durch die beteiligten Materialien oder Stoffe und wird daher als stoffschlüssiges Fügen bezeichnet. Solche Verbindungen sind im Gegensatz zu Schraubverbindungen unlösbar.

Stöchiometrie, Stöchiometrisches Verhältnis

Lehre von der mengenmässigen Zusammensetzung von chemischen Verbindungen und Mengenverhältnissen bei chemischen Reaktionen wird Stöchiometrie genannt. Reagieren Stoffmengen im stöchiometrischen Verhältnis miteinander, so ergibt sich eine komplette Stoffumsetzung, andernfalls bleibt Material ohne Reaktionspartner übrig.

Streckenenergie

Die Streckenenergie ist eine rechnerische Größe, mit der man die Einflussfaktoren Energiezufuhr, Wärmeabfuhr und Schweißgeschwindigkeit erfassen kann.

Streckgrenze

Wird oft für den Begriff „Dehngrenze“ gebraucht; siehe dort.

Strichraupe

Eine dünne Schweißraupe, mit relativ hoher Schweißgeschwindigkeit, erzeugt Strom-Absenkgeschwindigkeit. Ein Maß, für die Verringerung der Stromstärke in einer Zeiteinheit.

Stumpfnaht

Bei einer Stumpfnaht liegen die zu verbindenden Blechteile in einer Ebene.

Sulfid

Chemische Verbindung eines Elements mit Schwefel, z.B. Eisensulfid (FeS).

Thermochromstift

Siehe Thermocolorstift.

Thermocolorstift

Eine spezielle Kreide, die man auf ein zu erwärmendes Bautel streicht und die Temperaturbereiche jeweils durch eine bestimmte Farbe anzeigt.

Thorium, thorierte Elektroden

Thorium ist ein ziemlich weiches und radioaktives Metall mit dem chemischen Symbol Th. Es wird Wolframelektroden zugesetzt, um den Elektronenaustritt zu verbessern
man spricht dann von thorierten Elektroden.

Thyristor

Ein Thyristor ist ein elektronischer Baustein und wirkt wie ein steuerbares elektrisches Ventil. Thyristoren werden in Stromrichtern verwendet.

TM-Stahl

TM steht für thermomechanisch gewalzt, das ist eine Kombination von Warmumformung und Temperaturführung, um dem Stahlwerkstoff spezielle mechanische Eigenschaften zu geben.

Transistor

Ein Transistor ist ein elektronisches Bauelement, das als Verstärker oder Schalter verwendet wird.

T-Stoß

Beim T-Stoß steht ein Blech senkrecht auf dem anderen.

Umwandlungsfrei

Keine Aufhärtung durch Wärmeeinbringung.

Unberuhigter Stahl

Stahl, dem vor dem Vergießen keine sauerstoffabbindenden Elemente zulegiert werden und der dadurch bei der Erstarrung freiwerdenden Sauerstoff in Form von Poren und Blasen als Kohlenmonoxid ausscheidet. Heute praktisch ohne Bedeutung.

UP-Schweißen

Unter-Pulver-Schweißen
ein Verfahren, das ein Abdeckpulver verwendet und somit kein Schutzgas benötigt. Kann nur in Normalposition für große Schweißleistungen eingesetzt werden.

Verschlussfestigkeit

Festigkeit der Oberfläche gegen Verschleiß (Abtrag).

Verwerfung

Verwerfungen sind Aufstauchungen und Ausbeulungen, die als Folge von behinderten Wärmeausdehnungen entstehen können.

Viskosität

Die Viskosität beschreibt, ob ein Stoff dick- oder dünnflüssig ist. Man kann sie auch als innere Reibung auffassen
je geringer die innere Reibung, desto dünnflüssiger ist der Stoff und umgekehrt.

Vpm (Volume per million)

Maß für sehr kleine Volumenanteile, ein Volumentail auf eine Million Volumenteile.

Wärmeoval

Bei der Erwärmung von begrenzten ovalförmigen Rohroberflächen zum flammrichten spricht man vom Wärmeoval.

Wärmepunkt

Bei der Erwärmung von begrenzten punktförmigen Bauteiloberflächen zum Flammrichten spricht man vom Wärmepunkt.

Warmformgeben

Verformen der Wärmeeinbringung z.B. Wärmen mit anschließender mechanischer Verformung z.B. durch Pressen.

Wasserstoff (H2)

Ein brennbares Gas mit reduzierenden Eigenschaften.

Weichlöten

Löten bei Temperaturen kleiner 450°C.

Wellenlänge

Die Wellenlänge ist ein typisches Merkmal einer Welle und ist der Abstand zweier Wellenberge oder Wellentäler. Dies trifft für Wasserwellen, mechanische Wellen oder auch für elektromagnetische Wellen zu.

Winkelverzug

Winkelveränderung an Bauteilen aufgrund von Wärme- oder Schweißspannungen.

Wurzelnaht

Erste ausgeführte Naht der gesamten Schweißnaht.

Wurzelschweißen

Schweißen der Wurzelnaht.

Wurzelschweißung

Schweißung der ersten untersten Lage in einer mehrlagigen Schweißnaht.

Yttrium

Chemisches Element mit dem Symbol Y.

Zerfallsneigung von Acetylen

Sie wird hervorgerufen dadurch, dass die Acetylen-Bindung C2H2 einen ungesättigten Charakter hat und somit bei etwas höheren Temperaturen ein exothermer Zerfall eintritt.

Zirkonium

Glänzendes, seltenes Metall mit dem chemischen Symbol Zr. Zirkonium bildet in Verbindung mit Sauerstoff schwer schmelzende, elektrisch leitende Oxide und kann daher – genauso wie Hafnium – als Elektroden-Werkstoff unter oxidierenden Atmosphären verwendet werden.

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit kann im Zugversuch ermittelt werden und zeigt das Belastungsmaximum eines Werkstoffes an. Bei noch höheren Spannungen kommt es zum Bruch.

Zündmarke

Wird der Lichtbogen außerhalb des Schweißbereiches auf dem Bauteil durch Berühren gezündet, so entsteht ein Oberflächenfehler, der als Zündmarke bezeichnet wird.

Zündtemperatur

Temperatur, bei der der Werkstoff Sauerstoff verbrennt.