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Fülldraht von von OERLIKON Schweißtechnik GmbH

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Als Entwickler, Hersteller und Vertreiber von Verfahren, Systemen, Lösungen und den dazugehörigen Dienstleistungen ist OERLIKON Schweißtechnik optimal abgestimmt auf den Bedarf industrieller Kunden und Ausbildungszentren für das Schweißen und Schneiden.

OERLIKON bietet Kunden in der Industrie sowie im Metall verarbeitenden Gewerbe ein umfassendes Programm an Systemen, automatisierten Ausrüstungen, Zusatzwerkstoffen und Dienstleistungen im Schweißen und Schneiden. Ein internationales Expertenteam und absolute Konformität mit den europäischen Normen erfüllen individuelle Kundenanforderungen perfekt und zielgerichtet.

Hier gelangen Sie zu den Produkten von Oerlikon:
Schweißelektroden für niedriglegierten Stahl
Fülldraht


Fülldraht – Fülldrahtelektroden für leistungsstarkes MAG-Schweißen

Fülldraht (auch Fülldrahtelektrode oder Röhrchendraht) ist ein Schweißzusatzwerkstoff, der aus einem rohrförmigen Metallmantel besteht, der im Inneren mit Pulver gefüllt ist. Dieses Pulver kann mineralische Bestandteile (Rutil, Flussspat), Legierungselemente, Desoxidationsmittel oder Metallpulver enthalten – je nach Fülldrahttyp. Fülldraht wird im MAG-Verfahren (Verfahrensnummer 136 nach DIN EN ISO 4063) verarbeitet und ist nach DIN EN ISO 17632 (unlegierte und Feinkornstähle) sowie DIN EN ISO 17633 (hochlegierte Stähle) genormt.

Im Vergleich zum Massivdraht (Schweißdraht) bietet Fülldraht entscheidende Vorteile: eine höhere Abschmelzleistung (bei Metallpulvertypen bis 20 % mehr als Massivdraht), breitere Parameterfenster, bessere Spaltüberbrückung, tieferer Einbrand und – bei schlackebildenden Typen – einen Schutz der Schweißnaht durch eine Schlackedecke. Fülldraht kommt deshalb überall dort zum Einsatz, wo Produktivität, Nahtqualität und mechanische Gütewerte besonders gefordert sind: im Stahlbau, Schiffbau, Brückenbau, Behälter- und Rohrleitungsbau, im Offshore-Bereich und in der Serienfertigung. Schweisshelden.de bietet dir gasgeschützte Fülldrahtelektroden für alle gängigen Werkstoffe und Anwendungen.

Welche Fülldrahttypen gibt es?

Fülldrahtelektroden werden nach Art ihrer Pulverfüllung in drei Haupttypen unterteilt. Die Wahl des Typs bestimmt Schweißeigenschaften, Nahtqualität und Einsatzgebiet:

Rutil-Fülldraht

Rutil-Fülldraht enthält überwiegend Titandioxid (Rutil) und weitere Mineralien in seiner Füllung. Er bildet beim Schweißen eine gut lösbare Schlackedecke und zeichnet sich durch exzellente Schweißeigenschaften aus: stabiler, ruhiger Lichtbogen, geringe Spritzerneigung und ein besonders glattes Nahtbild. Der größte Vorteil von Rutilfülldraht ist seine Allpositionstauglichkeit – mit einer Einstellung lässt sich in Wannen-, Horizontal-, Steig- und Überkopfposition schweißen, ohne die Parameter ändern zu müssen. Das macht ihn ideal für schwere Bauteile, die sich nicht drehen lassen, und für den Montage- und Reparaturbereich.

Basischer Fülldraht

Basischer Fülldraht enthält Calciumfluorid (Flussspat) und Calciumoxid als Hauptbestandteile. Er erzeugt ein besonders risssicheres, zähes Schweißgut mit niedrigem Wasserstoffgehalt und hoher Kerbschlagzähigkeit – auch bei tiefen Temperaturen bis -40 °C und darunter. Basischer Fülldraht ist die erste Wahl für sicherheitsrelevante Konstruktionen, Druckbehälter, Offshore-Anlagen und Tieftemperaturanwendungen, bei denen höchste mechanische Anforderungen an das Schweißgut gestellt werden. Die Schlackedecke ist etwas schwerer zu entfernen als beim Rutiltyp.

Metallpulver-Fülldraht

Metallpulver-Fülldraht enthält hauptsächlich Eisenpulver sowie Ferromangan und Ferrosilizium als Desoxidationsmittel. Er bildet beim Schweißen kaum oder keine Schlacke, was den Aufwand für Zwischenreinigung bei Mehrlagenschweißungen deutlich reduziert. Die Abschmelzleistung liegt bis zu 20 % über der von Massivdraht. Metallpulver-Fülldraht ist besonders gut für mechanisiertes Schweißen und Roboterschweißen geeignet, da er im Kurz-, Sprüh- und Impulslichtbogen gleichermaßen stabil und spritzerarm arbeitet.

Worauf du beim Kauf von Fülldraht achten solltest

Werkstoffgruppe

Achte darauf, dass der Fülldraht zum Grundwerkstoff passt. Bei Schweisshelden.de findest du Fülldrahtelektroden für unlegierte und niedriglegierte Stähle (Baustähle, Feinkornstähle, warmfeste Stähle) sowie für hochlegierte Edelstähle. Die Normbezeichnung auf der Spule (z. B. T 46 4 M M 1 H5 nach DIN EN ISO 17632) gibt dir Auskunft über Festigkeitsklasse, Kerbschlagarbeit, Schutzgas und Fülldrahttyp.

Drahtdurchmesser

Fülldraht ist typischerweise in Durchmessern von 1,0 mm, 1,2 mm und 1,6 mm erhältlich. Für den Werkstattbereich und Blechstärken bis ca. 10 mm ist 1,2 mm der universelle Standard. Für dickere Konstruktionen und höhere Abschmelzleistung kommt 1,6 mm zum Einsatz. Der Durchmesser 1,0 mm eignet sich für dünnere Bleche und Zwangslagenschweißungen.

Schutzgas

Gasgeschützter Fülldraht wird – wie Massivdraht – unter Schutzgas verarbeitet. Mischgas M21 (82 % Argon / 18 % CO₂) ist der Standard für die meisten Fülldrahttypen. Einige Rutil-Fülldrähte sind speziell für reines CO₂ (C1) konzipiert. Die Herstellerangaben auf dem Datenblatt geben die empfohlene Schutzgasgruppe an. Achte darauf, dass du eine passende Gasdüse und Stromdüse für den größeren Fülldrahtdurchmesser verwendest.

Spulengröße

Fülldraht wird überwiegend auf K300-Spulen (15–16 kg) geliefert. Für den gelegentlichen Einsatz gibt es auch D200-Spulen (5 kg). Da Fülldraht pro Kilogramm teurer ist als Massivdraht, rechnet sich die höhere Abschmelzleistung vor allem bei größeren Schweißvolumina – die Gesamtkosten pro Meter Schweißnaht können trotz höherem Kilopreis niedriger sein.

Fülldraht vs. Massivdraht – wann lohnt sich der Umstieg?

Fülldraht ist kein Ersatz für Massivdraht, sondern eine Ergänzung für bestimmte Anwendungsfälle. Der Umstieg lohnt sich vor allem, wenn du regelmäßig in Zwangslagen schweißt (Rutilfülldraht ist hier Massivdraht deutlich überlegen), wenn höhere Abschmelzleistung und kürzere Schweißzeiten gefordert sind (z. B. in der Serienfertigung), wenn du größere Spalte überbrücken musst oder wenn besonders hohe mechanische Anforderungen gelten (basischer Fülldraht für kaltzähe oder druckbehältertaugliche Nähte).

Für Standard-Schweißarbeiten an Baustahl in Wannenposition bleibt Massivdraht (SG2/SG3) in der Regel die wirtschaftlichere Wahl. Achte beim Wechsel von Massivdraht auf Fülldraht darauf, dass dein MIG/MAG-Schweißgerät ausreichend Leistung bietet und die Vorschubrollen auf den röhrchenförmigen Draht angepasst werden – Fülldraht benötigt eine Rändelrolle (V-Nut gerändelt), keine glatte V-Nut.

Top-Marken für Fülldraht bei Schweisshelden.de

ESAB ist einer der weltweit führenden Hersteller von Schweißzusatzwerkstoffen und im Bereich Fülldraht besonders stark aufgestellt. Bei Schweisshelden.de findest du ESAB-Fülldrahtelektroden wie den OK Tubrod 14.12 – einen flexibel einsetzbaren Metallpulverfülldraht mit guter Positionseignung inklusive Fallnaht, geeignet für Werkstoffe von S235 bis S420 – sowie den Coreweld 46 LS, einen Metallpulverfülldraht mit exzellenten Fördereigenschaften und minimaler Silikatinselbildung, der sich besonders für Hochgeschwindigkeitsschweißungen eignet.

Voestalpine/Böhler Welding ergänzt das Sortiment mit Spezial-Fülldrähten wie dem UTP AF ROBOTIC 600 – einem nahtlosen Metallpulver-Fülldraht für verschleißbeständige Auftragsschweißungen, der speziell für automatisierte Prozesse entwickelt wurde.

Schweisshelden.de führt Fülldraht dieser Hersteller – stets mit vollständigen Datenblättern, Normangaben und detaillierten Verarbeitungshinweisen.

Deine Vorteile bei Schweisshelden.de

Schweisshelden.de ist seit über 40 Jahren dein Fachhandelspartner für Schweißtechnik und Zusatzwerkstoffe. Beim Kauf von Fülldraht profitierst du von fachkundiger Beratung bei der Auswahl des richtigen Fülldrahttyps (Rutil, basisch, Metallpulver) und der passenden Werkstoffgruppe, einem spezialisierten Sortiment an gasgeschützten Fülldrahtelektroden in allen gängigen Durchmessern und Spulengrößen, Kauf auf Rechnung für Firmenkunden sowie einem Fachwissensportal mit ausführlichen Informationen zum Fülldrahtschweißen und zu Schweißverfahren.

Finde jetzt den passenden Fülldraht – nutze unsere Filteroptionen nach Werkstoffgruppe und Hersteller oder kontaktiere uns für eine persönliche Beratung.

Häufige Fragen zu Fülldraht

Was ist Fülldraht und wie ist er aufgebaut?

Fülldraht (Fülldrahtelektrode) ist ein Schweißzusatzwerkstoff, der aus einem rohrförmigen Metallmantel und einer Pulverfüllung besteht. Diese Füllung enthält – je nach Typ – mineralische Bestandteile wie Rutil oder Flussspat, Legierungselemente und Desoxidationsmittel (bei schlackebildenden Typen) oder hauptsächlich Eisenpulver (bei Metallpulvertypen). Fülldraht wird im MAG-Verfahren verarbeitet (Verfahrensnummer 136 nach DIN EN ISO 4063) und ist nach DIN EN ISO 17632 (unlegierte/Feinkornstähle) bzw. DIN EN ISO 17633 (hochlegierte Stähle) genormt.

Was ist der Unterschied zwischen Rutil-, basischem und Metallpulver-Fülldraht?

Rutil-Fülldraht bildet eine leicht entfernbare Schlacke und eignet sich hervorragend für das Schweißen in allen Positionen – ideal für Montage und Reparatur. Basischer Fülldraht erzeugt ein besonders risssicheres, kaltzähes Schweißgut mit niedrigem Wasserstoffgehalt und wird für sicherheitsrelevante Konstruktionen und Tieftemperaturanwendungen eingesetzt. Metallpulver-Fülldraht bildet kaum Schlacke, bietet die höchste Abschmelzleistung (bis 20 % mehr als Massivdraht) und ist besonders gut für mechanisiertes Schweißen und Roboterschweißen geeignet.

Welches Schutzgas brauche ich für Fülldraht?

Gasgeschützter Fülldraht benötigt wie Massivdraht ein Schutzgas. Standard ist Mischgas M21 (82 % Argon / 18 % CO₂ nach DIN EN ISO 14175). Einige Rutil-Fülldrähte sind speziell für reines CO₂ (C1) ausgelegt. Die empfohlene Schutzgasgruppe steht auf dem Datenblatt des jeweiligen Fülldrahts. Sauerstoffhaltige Mischgase (M22, M32) sollten nur in Sonderfällen eingesetzt werden, da sie das Schweißgut überhitzen können.

Kann ich Fülldraht mit jedem MIG/MAG-Schweißgerät verarbeiten?

Grundsätzlich ja – jedes MIG/MAG-Schweißgerät mit ausreichender Leistung und stufenloser Regelung kann gasgeschützten Fülldraht verarbeiten. Achte aber auf zwei Punkte: Erstens benötigst du eine gerändelte Vorschubrolle (V-Nut gerändelt statt glatt), da der röhrchenförmige Draht mit einer glatten Rolle leicht verformt wird. Zweitens sollte die Stromquelle mindestens 200 A liefern, da Fülldraht in der Regel mit höheren Stromstärken verarbeitet wird als Massivdraht.

Wie lagere ich Fülldraht richtig?

Lagere Fülldraht trocken bei 10–30 °C und maximal 65 % relativer Luftfeuchtigkeit. Originalverpackte Spulen sind unter diesen Bedingungen praktisch unbegrenzt haltbar. Angebrochene Spulen solltest du in PE-Folie einwickeln, wenn sie länger als drei Tage nicht verwendet werden. Zeigt der Draht Rostspuren, ist er nicht mehr verwendbar. Feuchte Fülldrähte lassen sich unter bestimmten Bedingungen bei 200–300 °C rücktrocknen – prüfe dazu die Herstellerangaben, da nicht alle Typen rücktrocknungsfähig sind.

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