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Widerstandsschweißen

Widerstandsschweißen gliedert sich in die Gruppen des Widerstandsschmelzschweißens und des Widerstandspressschweißens. Die Widerstandspressverfahren arbeiten mit der Ausübung von Presskraft zwischen den zu verschweißenden Werkstücken, während die Widerstandsschmelzverfahren mit dem Einsatz von Zusatzwerkstoffen arbeiten.

Die bekanntesten Widerstandsschmelzverfahren sind das Kammerschweißen und das Elektro-Schlacke-Schweißen. Bei diesem Verfahren wird keine Anpresskraft benötigt, sondern der Einsatz von Zusatzwerkstoffen.
Im folgendem Artikel geht es um die Widerstandspressverfahren, sowie deren Vorteile und Anwendungsgebiete.

Die bekanntesten Widerstandspressverfahren sind:

Des Weiteren findest du in diesem Artikel noch Informationen zu folgenden Themen:

Widerstandspunktschweißen

Widerstandspunktschweißen gehört zu den Pressschweißverfahren. Blechförmigen Materialen kann somit über Elektroden, unter der Wirkung von Kraft, Strom zugeführt werden.

Widerstandspunktschweißen ist ein kostengünstiges Fügeverfahren in der Blechverarbeitung und erfolgt ohne den Einsatz von Zusatzwerkstoffen. Beim Widerstandspunktschweißen werden die Bauteile, welche es zu verschweißen gilt, durch gegenüberliegende Elektroden zusammengepresst. Die Elektroden bestehen typischerweise aus Kupfer oder Legierungen. Elektrischer Strom wird nun durch die Elektroden geleitet und schmilzt den Grundwerkstoff an der Stelle mit dem größten elektrischen Widerstand auf. Durch den hohen Druck entsteht eine sehr starke Verbindung zwischen den Bauteilen.

Die Haltbarkeit des Schweißpunktes bestimmt sich nach Art, Oberfläche und Dicke des Werkstückes, der Werkstückanzahl und der Werkstückpassung untereinander. Beim Widerstandspunktschweißen kann mit Gleich- oder Wechselstrom gearbeitet werden. Du solltest jedoch darauf achten, dass deine Schweißelektrode ausreichend gekühlt ist. Behalte also die Durchflussmenge und die Kühlwassertemperatur stets im Blick.

Widerstandsbuckelschweißen

Beim Widerstandsbuckelschweißen wird ein Schweißbuckel oder eine natürliche Erhöhung genutzt. Der Schweißbuckel bzw. die Erhöhung wird zum Schmelzen gebracht und erzeugt somit eine Verbindung zwischen den Werkstücken.

Beim Widerstandbuckelschweißen wird die Stromdichte nicht durch Elektroden, sondern durch die Bauteilform erzeugt. Bei diesem Verfahren dienen die Elektroden lediglich zur Kraftaufbringung und zur Stromzufuhr.

Beim Verfahren wird zunächst eines der zu verschweißenden Bauteile mit einen sogenannten Schweißbuckel besetzt. Ein Schweißbuckel ist eine Erhöhung , welche anschließend auf den anderen Bauteil aufliegt. Die Kupferelektroden sorgen anschließend für die Energiezufuhr, durch welche der Schweißbuckel schmilzt und eine Verbindung zwischen den beiden Bauteilen erzeugt.

Schweißbuckel können jedoch auch schon natürlich vorhanden sein, durch Erhöhungen auf dem Werkstoff. Beispielsweise bei der Ringkantenschweißung und der Kreuzdrahtschweißung, werden diese in Verbindung mit Drahtgeflechten und Gittern verwendet.

Widerstandsrollnahtschweißen

Widerstandsrollnahtschweißen basiert auf den Grundlagen des Widerstandspunktschweißens. Durch das Rollen könnten jedoch durchgängige Nähte erzeugt werden. Die Elektroden bestehen bei diesem Verfahren aus Drehkörpern. Während des Prozesses können somit auch Bewegungen zwischen Elektroden und den zu verschweißenden Werkstücken erfolgen.

Entscheidend für die Klassifizierung ist neben der Elektrodenkonfiguration und dem Schweißprogramm, ebenso die Geometrie der Naht. Durch die Geometrie der Naht können wir nochmals unterteilen in Überlappnahtschweißen, Quernahtschweißen und Stumpfnahtstoßschweißen. Bei der Elektrodenkonfiguration können wir mit oder ohne Drahtzwischenelektrode schweißen oder mit einer Foliennahtschweißung arbeiten. Die Foliennahtschweißung verwendet als Zusatzwerkstoff eine Folie.

Bei der Wahl des Schweißprogramms kann zusätzlich unterschieden werden zwischen Dauerstromschweißen, Rollpunktschweißen und dem Schrittrollenschweißen. Bei der Dauerstromschweißung ist das Konstante Bewegen des Bauteils, sowie ein andauernd fließender Strom erforderlich. Die Rollpunktschweißung erfolgt mit beweglichen Bauteilen und besitzt Unterbrechungen im Stromfluss. Die Schrittrollschweißung lässt den Strom hingegen nur fließen, wenn die Bauteile nicht in Bewegung sind.

Vorteile des Widerstandsschweißens

  • Energieeffizient
  • Geringer Materialverzug
  • Schweißen ohne Zusatzmaterial
  • Hohe Produktivität und Automatisierbarkeit

Anwendungsgebiete des Widerstandsschweißens

  • Bei Blechen im Karosserie- und Fahrzeugbau (Automobilindustrie)
  • Elektronikfertigung
  • Blechverarbeitende Fertigung
  • Elektroindustrie
  • Kondensatorenherstellung
 


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