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E-Hand Schweißen

Beschreibung des Verfahrens

Das Lichtbogenhandschweißen gehört zu den Metall-Lichtbogenverfahren. Kennzeichnend ist, dass ein Lichtbogen zwischen einer manuell geführten Stabelektrode und dem Werkstück brennt. Die Stabelektrode ist mit einer Umhüllung versehen und schmilzt während des Schweißprozesses ab. Somit ist sie gleichzeitig Elektrode und Zusatzwerkstoff. Die Umhüllung setzt während des Schweißprozesses Gase und Schlacke frei, die sich schützend über das Schmelzbad legen. Auch der Lichtbogen und die Elektrode selbst werden gegenüber atmosphärischen Einflüssen abgeschirmt. Die kleinste Blechdicke liegt bei ca. 1,5 mm, während eine Dickenbegrenzung nach oben nicht besteht, in der Praxis jedoch bei etwa 100 mm liegt. Bei größeren Wandstärken wird mit der Mehrlagentechnik gearbeitet. Die durchschnittliche Abschmelzleistung liegt bei ca. 3kg/h

Vorteile des Verfahrens

  1. gute Schutzwirkung des Schmelzbades ohne besondere Maßnahmen erreichbar (Schweißen im Freien möglich)
  2. Es gibt fast keinen Werkstoff, für den keine Stabelektroden erhältlich sind. (alle schweißgeeigneten Stahlwerkstoffe, Stahlguss, Nickel- und Nickelbasislegierungen sowie Kupfer- und Aluminiumwerkstoffe; bedingte Eignung für Gusseisen.)
  3. Das Verfahren ist je nach Elektrodentyp in alle Schweißpositionen einsetzbar (Gute Zwangslageneignung.)

Darstellung E-Hand Schweißen

Benötigtes Equipment / Gase

Videotutorial Grundlagen zum Elektrodenschweißen

Hartmut Rhein erklärt, wie man sich selbst das Elektrodenschweissen - oder auch Lichtbogenhandschweissen genannt - beibringen kann.
Wer's noch nicht weiß: Beim Elektrodenschweissen brennt ein elektrischer Lichtbogen zwischen dem Werkstück und der Elektrode, wobei die Elektrode Stromleiter und abschmelzender Schweisszusatzstoff zugleich ist.
Die Stabelektrode wird in einen Elektrodenhalter eingespannt - durch kurzes Antippen der Elektrode auf das Werkstück mit sofortigem Wiederabheben einsteht ein Kurzschluss, der den Lichtbogen zündet.
Hartmut geht in der Heldenlektion 1 über das Elektrodenschweissen nicht nur auf den Arbeitsschutz ein, sondern zeigt auch die benötigten Utensilien.
Für Anfänger empfiehlt Harmut, Raupen zu schweissen und gibt Tipps zum richtigen Schweisswinkel und zur korrekten Einstellung des Schweissstrombereichs.

Schweißstromstärke Faustformel

Stromstärke in A = 30 ... 50 x Kernstabdurchmesser

Beispiel:
Für eine Stabelektrode mit einem Durchmesser von 4,0 mm ergibt sich ein Einstellbereich der Schweißstromstärke von 120 ... 200 A.

Einteilungskriterium für Stabelektroden

Klassifikation von Stabelektroden

Im Zusammenhang mit dem Elektroden-Handschweissen ist die Norm DIN EN ISO 2560-A „umhüllte Stabelektroden für unlegierte Stähle und Feinkornbaustähle“ relevant.

Hier ein Beispiel:
Klassifikation von Stabelektroden zum Schweißen von unlegierten Stählen und Feinkorbbaustählen

 


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