Flammlöten

Beschreibung des Verfahrens

Flammlöten ist ein thermisches Fügeverfahren für metallische Werkstoffe, die mit einem Lot verbunden werden. Die Grundwerkstoffe bleiben dabei fest und die kombinierten Materialien können weitgehend unähnlich sein. Die Flamme schmilzt das Lot, welches dann die Verbindung herstellt. Ein geeignetes Flussmittel löst die Oxide und sorgt für ein gutes Benetzungsverhalten des Lotes. Liegt die Arbeitstemperatur unter 450 °C, spricht man von Weichlöten, darüber von Hartlöten.

Flammlöten ist ein modernes und wirtschaftliches Verfahren, das im Unterschied zum Ofenlöten mit geringem Geräteaufwand verbunden ist. Flammlöten ist auch mechanisierbar. Es hat sich überall dort durchgesetzt, wo das Schweißen bei artverschiedenen Werkstoffen nur schwer oder gar nicht einsetzbar ist.

Die intensive und leistungsstarke Acetylen-Sauerstoff-Flamme gewährleistet kurze Anwärmzeiten, besonders bei Werkstoffen mit hoher Wärmeleitfähigkeit, wie z. B. Kupfer und Kupferlegierungen. Allerdings sind auch andere Brenngase einsetzbar. Bei bestimmten Bauteilen ist die Acetylen¬ Druckluftflamme von Vorteil.

Vorteile des Verfahrens

  1. Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe möglich
  2. Hoher Mechanisierungsgrad
  3. Einfaches Geräthandling
  4. Leichte Verfügbarkeit der notwendigen Energie
  5. Wirksame Abschirmung der Lötstelle durch die Flamme
  6. Gute Regulierung des Wärmeangebotes

Darstellung Flammlöten

Benötigtes Equipment / Gase